Fliesse mit dem Wind,
schiesse nicht drauflos,
das Feuer entfacht mit dem richtigen Funken,
es lacht, bis es ihn hat in der Erde versunken,
auf welche die Regentropfen tanzend schweben,
Das Wasser bringt alles Verborgen zum Leben,
macht nass, bringt das Fass
zum Überlaufen.
Lass es entrinnen oder dampfend Platz gewinnen.
Halte inne: Geduld, Vertrauen, Achtsamkeit,
verwalte die Sinne: spür, sieh zu,
nimm wahr, was bleibt.
Dein Körper spricht,
sei ihm ganz Ohr,
wie dem Gedicht,
das dir liegt vor.
Wahrnehmen, fühlen, empfinden und spüren,
Regungen sind weder gut noch schlecht.
Was immer es ist, das dich grad tut berühren,
akzeptier, lass es zu, und gesteh ihm sein Recht.
Es hat eine Bedeutung, ist enkryptoziert,
so wie jedes Wort ist symbolisch codiert.
Drum nimm nicht nur wahr, sondern gib auch Acht,
wähle die Sprache weise, sorgsam, mit Bedacht.
Versprechen hat’s in sich,
wusst schon der Siegmund,
der Lapsus liegt tiefer als im kehlig Schlund.
Auch in deinen Witzen liegt Tiefes verborgen,
magst lachend dasitzen, offenbaren sie Sorgen.
Und Wünsche, die wir aus Gründen nicht aussprechen,
fliessen zurück ins Meer – sind’s doch nur Wellen, die brechen.
Und Träume, die wir als unrealistisch titulieren,
bleiben in der Schwebe,
sich weigernd zu kapitulieren.
Und Ängste, die wir verneinen
und die wir verdrängen,
boomerangen zurück, maskiert in Stress und in Zwängen.
Drum schweige nicht länger aus falscher Vernunft,
entleere, lass los, und empfange, was will.
Vertraue der retrokausalen Zukunft,
erfülle dich – wortlos laut wie lauthals still.




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